Feuerwehr Dautphetal
 

Lehrgang Truppmann Teil II vom 05.-06.10.2018


Wieder einmal fand innerhalb der Gemeinde Dautphetal der Lehrgang „Truppmann Teil II“ statt. Dabei konnten zwölf aktive Einsatzkräfte am vergangenen Wochenende ihre Kenntnisse des Grundlehrganges an den Standorten in Friedensdorf und Buchenau vertiefen.

Geübt wurde z.B. mit spezifischen Fahrzeugen, die es innerhalb der Feuerwehr Dautphetal nur einmal gibt. So kamen der Einsatzleitwagen, das Löschfahrzeug des Katastrophenschutzzuges und der Rüstwagen mit Schere und Spreizer für Verkehrsunfälle zum Einsatz.

Ein weiteres wichtiges Thema war der Digitalfunk, welches vom Fachgebietsleiter Funk, Heiko Gerlach, geleitet wurde. Dabei wurde ein besonderes Augenmerk auf das praktische Üben mit den neuen Funkgeräten gelegt.

In Vorbereitung auf den Truppführerlehrgang haben die Lehrgangsteilnehmer an einem Training zur Nutzung des Hohlstrahlrohres teilgenommen.

Das Lehrgangswochenende wurde von insgesamt elf erfahrenen Kameraden der einzelnen Ortsteilwehren gestaltet und geleitet.

Bei Bedarf wird es auch in Zukunft weitere Truppmann Teil II-Lehrgänge auf kommunaler Ebene geben.




Kurz vorm Abriss noch ein Brand (Hinterländer Anzeiger vom 01.10.2018, Text und Fotos: Sascha Valentin)

ALARMÜBUNG  Dautphetaler Feuerwehren erleben realistisches Szenario in Herzhausen

 

Bevor in den nächsten Tagen die Abrissarbeiten beginnen, war das Dorfgemeinschaftshaus in Herzhausen nun noch einmal Schauplatz einer Alarmübung der Dautphetaler Feuerwehren.

Die erfuhren erst beim Eintreffen vor Ort, dass es sich um eine Übung handelte. Dabei hatte sich Gemeindebrandinspektor Marco Werner ein überaus realistisches Szenario ausgedacht. Bei einer Geburtstagsfeier in dem Gebäude kam es zu einem Brand. Neben neun Partygästen wurde dabei auch ein Caterer vermisst, der gerade das Essen gebracht hatte. Zur realistischen Wirkung trugen vor allem die visuellen Effekte bei. So zündete Werner kurz vor Eintreffen der ersten Kameraden mehrere Rauchbomben, die nicht nur das Gebäude, sondern auch die Straße davor in dichte Schwaden hüllte.

Erster Beigeordneter Lars Kolbe ist beeindruckt von der Arbeit der Einsatzkräfte

Außerdem vermittelten flackernde Stroboskoplampen hinter den Fenstern den Anschein, als brenne es in dem Gebäude tatsächlich.

Das Schöne an dem speziellen Szenario: Die Einsatzkräfte mussten diesmal keine Rücksicht auf den Übungsort nehmen, da das DGH ohnehin abgerissen wird. So konnten sie, wie bei einem echten Einsatz, komplett mit Schläuchen in das Innere vordringen und dort nach den vermissten suchen. Einige von diesen hielten sich auch auf der Kegelbahn auf, die wegen Einsturzgefahr jedoch nicht betreten werden durfte, wie der Übungsleiter die Einsatzkräfte wissen ließ.

Stattdessen mussten diese ihre Motorsäge einsetzen und von dem Flachdach der Kegelbahn aus einen Zugang ins Innere schaffen, um die Verletzten zu befreien. Neben den Dautphetaler Feuerwehrleuten waren auch die Kameraden aus Biedenkopf alarmiert worden, die mit ihrer Drehleiter anrückten und über diese diejenigen Eingeschlossenen retteten, die sich in den oberen Stockwerken des Hauses befanden.

„Bei so einer Übung bekommt man erst einmal hautnah mit, wie wichtig es ist, dass alles wie bei einem Zahnrad ineinandergreift“, stellte auch der Erste Beigeordnete Lars Kolbe (CDU) fest, der den Ablauf verfolgte.

So musste etwa der passende Standort für die Drehleiter gefunden werden, so dass diese dicht genug ans Haus heranreichte, um die Personen aus dem Dachgeschoss zu bergen. Und die Helfer im Leitwagen mussten stets über die neuesten Entwicklungen informiert werden, um jederzeit über die Anzahl der Vermissten und schon gefundenen und geretteten Personen Bescheid zu wissen. Das verlange einem schon einen gehörigen Respekt für die Arbeit der Feuerwehr ab, betonte Kolbe, der das schnelle und sichere Handeln der Kameraden lobte.


Ferienspiele 2018

Die Feuerwehr Dautphetal hat sich auch in diesem Jahr wieder an den Ferienspielen der Gemeinde Dautphetal beteiligt.

Am Samstag, dem 30. Juni konnte die Feuerwehr 30 Kinder begrüßen. Die Kinder, im Alter von 6 bis 8 Jahren, haben unter dem Motto „Erlebnis Feuerwehr“ interessante Einblicke gewonnen.

An insgesamt sechs Stationen konnten die Kinder u.a. etwas zu den Themen „Funktionsweise einer Wärmebildkamera“ oder „Welche Kleidung trägt man in einem Feuerwehreinsatz“ erfahren.

Der Umgang mit Wasser wurde natürlich auch nicht vernachlässigt. So mussten die Kinder mit einem Strahlrohr einen Ball durch einen Parcours in ein Tor spritzen.

An einer weiteren Station bekamen die Kinder erklärt, welche Stoffe aus dem Alltag brennen und welche nicht. Ebenso wurde der Umgang mit einem Streichholz geübt.

Bei der Mal- und Bastelstation konnten die Kinder ihrer Kreativität freien Lauf lassen.

Der Höhepunkt war die Rundfahrt mit dem Feuerwehrauto.

Zum Abschluss gab es Bratwürstchen. Außerdem erhielt jedes Kind eine Urkunde und einen Anstecker.

Kinder ab sechs Jahren können in der Kinderfeuerwehr Dautphetal mitmachen. Die Kinderfeuerwehr trifft sich in der Regel alle 3 Wochen freitags von 17 bis 18 Uhr in Elmshausen beim Feuerwehrgerätehaus.

Weitere Infos zur Feuerwehr Dautphetal gibt es auf unserer Homepage.

 

 

 

  

„Von den Jungs nix gefallen lassen“ (Hinterländer Anzeiger vom 29.12.2017, Text: Christian Röder)

INTERVIEW  Zwei Feuerwehrenfrauen über den Alltag in der Einsatzabteilung


DAUTPHETAL In den Einsatzabteilungen der Feuerwehr Dautphetal sind 227 Männer und nur 17 Frauen. Vanessa Theofel (27) und Elisa Immel (28) sind zwei von ihnen. Wie ist das so? Wir haben gefragt.

 

Wir haben mit Elisa Immel (links) und Vanessa Theofel darüber gesprochen, wie es ist, als Frau in der Feuerwehr zu sein (Foto: Röder)

Polizist, Astronaut, Feuerwehrmann – fragt man kleine Jungs, was sie werden wollen, ist der Feuerwehrmann immer wieder dabei.

Wie war das bei euch? Habt ihr als Kinder gesagt: „Ich werde Feuerwehrfrau!“?

  Vanssa Theofel: Also ich nicht. Bei mir kam das erst später.

Elisa Immel: Bei mir war es so – bedingt sicherlich dadurch, dass der Papa auch Feuerwehrmann ist und man schon als Kind Feuerwehrluft schnuppern konnte. Ich war bei Jugendfeuerwehrübungen und so weiter dabei – bin also quasi damit aufgewachsen.

Theofel: Das hat bei mir gefehlt. In meiner Familie gab es keine Berührungspunkte zur Feuerwehr.

Und wann kam das bei Dir?

Theofel: Ich bin mit zehn Jahren in die Jugendfeuerwehr – mit drei Freundinnen zusammen. Der Papa von einer von denen, ist auch Feuerwehrmann. Dadurch hat sich das entwickelt. Und da bin ich dann am Ball geblieben.

Frauen sind in der Feuerwehr Dautphetal mit etwa sechs Prozent in der Minderheit. Wie hält man es als Frau in einem so starken Männer-Verbund aus?

Beide: Gut! (lachen)

Theofel: Wir lassen uns von den Jungs nix gefallen – aber das beruht auf Gegenseitigkeit.

Immel: Ich glaube, die Herren sind auch ganz froh, dass wir dabei sind. Ich glaube, sie würden uns vermissen, wenn wir nicht da wären. Es passt eigentlich ganz gut!

Theofel: Wenn's nur Männer wären, wäre es denen doch wahrscheinlich auch langweilig. Aber es könnten ruhig mehr Frauen sein? Beide: Klar! Da hätten wir nichts gegen.

Wie ist das im Alltag bei der Feuerwehr: Muss man als Frau raue Sitten und Mettbrötchen mögen, um zu bestehen?

Immel: Die Frage hat sich bei uns nie gestellt, weil wir das sowieso auch mögen (lacht). Aber im Ernst: Es gibt ja auch Männer, die damit nichts anfangen können. Und gezwungen wird man sowieso zu gar nichts.

Als ich bei der Recherche „Feuerwehrfrauen“ gegoogelt habe, musste ich mich erstmal durch mehrere Seiten halbnackter Pin-up-Girls klicken. Wie geht ihr damit um, dass noch immer ein solches Bild von Frauen in Kombination mit Feuerwehr vermittelt wird?

Theofel: Das stört mich gar nicht. Wir sind ja nicht so.

Immel: Aber, wir haben auch mal einen Kalender gemacht!

Echt! Wie kam das?

Immel: Die Männer hatten so einen Kalender mit Frauen aufgehängt. Wir haben dann zunächst mit einem Kalender mit halbnackten Feuerwehrmännern gekontert – zwei, drei Jahre infolge. Die Herren haben den dann aber immer mal wieder versteckt oder den Models T-Shirts mit Edding gemalt. Als Wiedergutmachung und als Ausgleich haben wir dann von uns beiden einen Kalender gemacht.

Theofel: Man muss dazu sagen: Wir hatten natürlich ganz normale Tops an und waren komplett angezogen ...

Wann war das denn?

Immel: 2012. Beim Tag der offenen Tür war es auch immer der Hingucker. Viele wollten ihn abkaufen, doch der wird nicht verkauft. Er ist jetzt sicher verwahrt (lacht).

Theofel: Zusammengefasst: Man geht eher Spaßhalber mit dem Thema um.

Zurück zum Ernstfall. Stichwort Einsätze. Gibt es welche, bei denen es von Vorteil ist, eine Frau zu sein?

Immel: Bei den Einsätzen, die wir bisher so hatten, eher nicht. Vielleicht, wenn man mal durch einen engen Spalt oder ein kleines Fenster klettern muss. Da hat man als zierliche Frau einen Vorteil.

Gibt es im Gegensatz etwas, das euch schwerfällt?

Theofel: Die körperliche Kraft ist bei Frauen halt meist nicht so da, wie bei Männern. Das wird aber eigentlich nie zum Problem. Man hilft sich immer gegenseitig.

Was meint ihr: Warum sind Frauen bei der Feuerwehr noch immer in der Minderheit? Eigentlich kann doch jede mitmachen.

Immel: Vielleicht trauen es sich viele einfach nicht zu. Es kann schon sehr kräftezehrend sein – und belastend, wenn man etwa zu einem tragischen Unfall muss.

"Die Männer hatten so einen Kalender mit Frauen aufgehängt. Wir haben dann zunächst mit einem Kalender mit halbnackten Feuerwehrmännern gekontert – zwei, drei Jahre infolge. Die Herren haben den dann aber immer mal wieder versteckt oder den Models T-Shirts mit Edding gemalt. Als Wiedergutmachung und als Ausgleich haben wir dann von uns beiden einen Kalender gemacht." Das Foto zeigt Elisa Immel (links) und Vanessa Theofel. (Foto: Jutta Veit)

Theofel: Und vielleicht schreckt es viele ab, da es viel mit Maschinen, Fahrzeugen und Technik zu tun hat. Da gibt es eventuell Berührungsängste.

Was ist mit Familie? Wie lässt sich Feuerwehr mit einem Kind vereinbaren?

Theofel: Letztlich so, wie jedes andere Hobby auch. Also, ob ich jetzt ins Fitnessstudio gehe oder zur Feuerwehr – ich muss dann jemanden organisieren, der auf mein Kind aufpasst.

Aber klar, wenn ich alleine zuhause bin und mein Freund nicht zuhause ist, kann ich logischerweise nicht mit raus auf einen Einsatz fahren.

Was ist es denn letztlich, was euch so gefällt in der Feuerwehr?

Immel: Dass es ein toller Zusammenhalt über alle Altersklassen hinweg ist – von den ganz jungen in der Jugendfeuerwehr bis hin zu denen in der Alters- und Ehrenabteilung. Das ist schön, dass das so gut funktioniert.

Theofel (nickt): Und dass man sich mit jedem gut versteht.

Könnt ihr die Feuerwehr als Platz für Frauen guten Gewissens weiterempfehlen?

Beide: Definitiv!

Immel: Allerdings sollte man nicht zu zart besaitet sein und sich jeden Spruch gleich zu Herzen nehmen. Wie das halt bei Männern so ist, da kommt immer mal wieder ein dummer Spruch.

Beide: Aber wir schießen dann zurück (lachen).

Was würdet ihr Frauen raten, die jetzt vielleicht Lust auf die Feuerwehr bekommen haben?

Beide: Einfach mal vorbeikommen. Am besten vielleicht zu einer Übung – da sieht man gerade, wie es so läuft



Zu den Personen

Elisa Immel (28) ist seit 1999 Mitglied der Freiwilligen Feuerwehr Buchenau. Jüngst wurde sie zur Löschmeisterin befördert. Vanessa Theofel (27) ist ein Jahr später eingetreten; ebenfalls in die Buchenauer Wehr. Sie ist zuständig für die Öffentlichkeitsarbeit der Feuerwehr Dautphetal und Frauensprecherin. Elisa Immel und Vanessa Theofel haben beide in der Jugendfeuerwehr angefangen. In der Buchenauer Einsatzabteilung ist noch eine weitere Feuerwehrfrau: Diana Panek. Sie ist mit 17 Jahren direkt der Einsatzabteilung beigetreten. Übrigens: Im Jahr 2019 richtet die Feuerwehr Buchenau den Kreisfeuerwehrverbandstag aus. Elisa Immel und Vanessa Theofel freuen sich schon heute drauf.(crö)


Dautphetal-Holzhausen, gemeinsame Jahreshauptversammlung am 24.11.2017 (Text und Bilder von Christian Röder)


Die elf Ortsteilwehren Dautphetals hatten im vergangenen Jahr einiges zu tun: 66 Einsätze weist die Statistik auf. „Eine stolze Zahl“, wie Kreisbrandinspektor Lars Schäfer bei der gemeinsamen Jahreshauptversammlung der Dautphetaler Wehren attestierte.


Und nicht nur bei den Einsätzen sind die Dautphetaler ziemlich gut dabei. Auch personell sind sie ordentlich aufgestellt. Über 500 Menschen leisten ihren ehrenamtlichen Dienst in der Feuerwehr Dautphetal. Die Einsatzabteilung besteht aus 17 aktiven Feuerwehrfrauen und 277 Herren. Diese leisteten vergangenes Jahr fast 11 000 Stunden ehrenamtliche Arbeit. Die Jugendabteilung ist mit 111 Mädchen und Jungen zukunftsfähig. In der Alters- und Ehrenabteilung sind 112 Personen.

Gemeindebrandinspektor Marco Werner erklärte, dass auch der Fuhrpark gut ausgestattet sei. Jüngst stellten die Brandbekämpfer aus Dautphe und Wolfgruben ihr neues Löschfahrzeug, ein LF 20, in den Dienst. „Es gibt derzeit lediglich Handlungsbedarf für eine einzelne Ersatzbeschaffung“, so Marco Werner. Erste Gespräche seien schon geführt worden. Werner ist demnach zuversichtlich, dass in den kommenden zwei Jahren das LF 8/6 in Buchenau ersetzt wird.

Für Schlagzeilen im Hinterländer Anzeiger haben Dautphetals Feuerwehrleute über die Berichte ihrer Einsätze hinaus gesorgt. In mehreren Artikeln schrieben wir über die geplante Schwarz-Weiß-Trennung in den Gerätehäusern – ein Thema, das auch den Wehrführerausschuss, die Feuerwehrführung, die Verwaltung und die Politik in der Gemeinde „intensiv beschäftigt“ hat, so Marco Werner.

Bereits frühzeitig habe man in Dautphetal damit begonnen, „perspektivische Lösungsansätze“ für das Problem der Dieselemission in den Gerätehäusern zu erstellen, fasste der Gemeindebrandinspektor zusammen. In Gesprächen mit der Unfallkasse sei klar geworden, dass „hier keine völlig überzogenen oder zeitlich und monetär untragbare Aufgaben auf die Gemeinde zurollen werden“, so Marco Werner. Unter dem Applaus der Wehrleute sagte er: „Wir wollen keine Prachtbauten. Wir möchten vielmehr, dass die vorhandenen Unterkünfte in unseren Ortsteilen erhalten bleiben.“


Dautphetals Bürgermeister Bernd Schmidt macht klar, dass er hinter allen Standorten steht

Bürgermeister Bernd Schmidt (FW) machte klar, dass er hinter allen derzeitigen Standorten stehe. „Über Zusammenschlüsse müssen wir uns derzeit keine Gedanken machen“, sagte er. Diese würden erst dann zum Thema, wenn der Wunsch aus den Wehren selbst komme.

Zur Schwarz-Weiß-Trennung, die in der Gemeinde derzeit nur in dem Gerätehaus in Damshausen Realität ist, stellte der Rathauschef den groben Zeitplan vor. Demnach sollen im kommenden Jahr fünf weitere Gerätehäuser auf Vordermann gebracht werden und die gesetzlichen Anforderungen bezüglich Dieselemission erfüllen. „Dann haben wir sechs von elf“, sagte er. „Es ist wichtig, dass die Veränderungen nicht aus der Hüfte geschossen kommen, doch die Schwarz-Weiß-Trennung kommt überall, auf jeden Fall.“ Konkrete Zahlen und Maßnahmen stellte Bernd Schmidt noch nicht vor. Im Januar 2018 möchte er dies zunächst dem Wehrführerausschuss präsentieren, kündigte er an.

Kreisbrandinspektor Lars Schäfer sprach von Schwarz-Weiß-Trennung und Dieselemission als den „Unwörtern des Jahres“. Er sagte: „Daher ist es umso besser, dass die Dautphetaler schon früh in die Bütt gestiegen sind und sich damit beschäftigt haben“.

Die Vielfalt der ehrenamtlichen Arbeit der Einsatzkräfte der Hinterland-Kommune wurde in den Berichten der acht Fachgebietsleiter sowie der Alters- und Ehrenabteilung und der Frauensprecherin deutlich. „So viele Fachgebiete – das hat man nicht oft“, attestierte Landrätin Kirsten Fründt (SPD) sichtlich beeindruckt.

Fründt und die Vertreter der Kommunalpolitik – Christian Weigel (CDU), Michael Honndorf (FW) und Joachim Ciliox (SPD) – lobten in ihren Grußworten den ehrenamtlichen Einsatz der Dautphetaler Feuerwehrleute zu jeder Tages- und Nachtzeit. Dieses Engagement sei nicht selbstverständlich, waren sie sich einig. Sie wünschten allen Mitgliedern der Feuerwehr vor allem eines: Dass sie nach ihren Einsätzen immer wieder gesund nach Hause kommen.


Feuer und Flamme für die Feuerwehr: Landrätin Kirsten Fründt und Kreisbrandinspektor Lars Schäfer (rechts) verleihen dem Herzhäuser Hans-Jürgen Simon das goldene Brandschutzehrenzeichen am Bande für mindestens 40 Jahre akiven Dienst





Besonders lange mit dabei und Feuer und Flamme für die Feuerwehr sind der Herzhäuser Hans-Jürgen Simon und der Friedensdorfer Ronny Trösch. Sie erhielten das goldene Brandschutzehrenzeichen am Bande für mindestens 40 Jahre aktiven Dienst in der Feuerwehr. Das Pendant in Silber (für mindestens 25 Jahre Dienst) erhielten Sven Balzer (Buche­nau), Heiko Demper (Elmshausen), Heiko Gerlach (Silberg), Daniel Kamm (Buche­nau) und Benjamin Salzmann (Friedensdorf).

 








BEFÖRDERUNGEN:

Feuerwehrfrau/Feuerwehrmann: Diana Panek, Lena-Sophie Schmidt, Janek Cuccu, Bastian Dönges, Fabio Freund, Tobias Grebe, Sven Jäger, Julius Kaltwasser, Jonas Müller, Maximilian Oestreich, Samuel Scheu. 
Oberfeuerwehrfrau/ Oberfeuerwehrmann: Lena Gerlach, Anna-Maria Löser, Christian Achenbach, Leon Bamberger, Daniel Burk, Marcel Debus, Lukas Döring, Michael Mankel, Matthias-Jacob Mann, David Muth, Max David Schmidt, Michael Schmidt, Sebastian Schmidt, Damian-Daniel Werner, Andreas Winkler. 
Hauptfeuerwehrmann: Maximilian Fischer, Florian George, Mike Löwer, Tim Vollmerhausen. 
Löschmeister/in: Marc Debus, Tobias Kern, Stefan Koch, Daniel Kunze, Ingo Schäfer, Elisa Immel. 
Oberlöschmeister: Kilian Grimm, Fabian Jahrsdörfer. 
Oberbrandmeister: Marco Werner.

39 Feuerwehrmänner und -frauen wurden im Rahmen der gemeinsamen Jahreshauptversammlung aller Ortsteilwehren Dautphetals befördert

 

PRÄMIEN:

Anerkennungsprämie für zehn Jahre Dienstzeit: Maikel Bamberger, Dennis Dittmann, Sebastian Dönges, Steve Ebeling, Kilian Grimm, Lukas Jaschek, Marvin Kaltwasser, Patrick Ronzheimer, Erik Schmidt, Michael Schmidt, Tim Simon, Vanessa Theofel, Jan Walinsky, Sebastian Wolf. 
Anerkennungsprämie für 20 Jahre Dienstzeit: Sascha Balzer. 
Anerkennungsprämie für 30 Jahre Dienstzeit: Michael Debus, Horst Falk, Holger Freund, Thomas Laukel, Jens Wege, Marco Werner. 
Anerkennungsprämie für 40 Jahre Dienstzeit: Hans-Jürgen Simon.

Für langjährige aktive Dienstzeit erhalten diese Mitglieder der elf Dautphetaler Ortsteilwehren eine Anerkennungsprämie



Lange Jahre Einsatz in der Feuerwehr (von links): Heiko Gerlach, Daniel Kamm, Hans-Jürgen Simon, Benjamin Salzmann und Heiko Demper erhielten das Brandschutzehrenzeichen am Bande



Dautphetal-Dautphe, 15.12.2016

 

Elmshausens neuer stellvertretender Wehrführer ernannt

Am Donnerstag, dem 15.12.2016 wurde der stellvertretende Wehrführer der Feuerwehr Elmshausen, Jan-Lukas Schmidt, zum Ehrenbeamten auf Zeit ernannt.

Schmidt wurde bereits in der Jahreshauptversammlung der Elmshäuser Wehr im Jahr 2015 zum stellvertretenden Wehrführer gewählt. Aufgrund einer fehlenden Qualifikation zum Zeitpunkt seiner Wahl, wurde er zunächst kommissarisch in seine Funktion berufen. 

Die fehlende Qualifikation hat er jedoch mit dem Bestehen des Gruppenführerlehrganges schnell nachholen können, sodass der Ernennung zum Ehrenbeamten auf Zeit nun nichts mehr im Wege stand.

  

Nachdem der Diensteid geschworen wurde, überreichte Bürgermeister Bernd Schmidt dem stellvertretenden Wehrführer die Ernennungsurkunde. Er freute sich darüber, dass es in Dautphetal so viele junge Leute gibt, die sich aktiv bei der Feuerwehr engagieren.


 

v.l.n.r. Gemeindebrandinspektor Marco Werner, Jan-Lukas Schmidt, Bürgermeister Bernd Schmidt




Dautphetal-Buchenau, 18.11.2016 (Text und Bilder von Sascha Valentin)

 

Marco Werner wird neuer Gemeindebrandinspektor
Mögliche Zusammenlegungen nur mit Zustimmung der betroffenen Kameraden


 

  

Die Dautphetaler Feuerwehren haben einen neuen Chef: In ihrer gemeinsamen Jahreshauptversammlung wählten die Kameraden Marco Werner, dem bisherigen Stellvertreter, zum neuen Gemeindebrandinspektor. Allerdings war der Elmshäuser nicht der einzige Kandidat für dieses Amt. Neben ihm wurde auch Reinhold Schmitt (Friedensdorf) für den Posten vorgeschlagen. Bei der geheimen Wahl stimmten 90 der anwesenden Kameraden für Werner und 65 für Schmitt. Da durch die Wahl Werners zum neuen Gemeindebrandinspektor der Posten des bisherigen Stellvertreters frei wurde, musste auch dieser neu besetzt werden. Hier wurde als einziger Kandidat Reinhold Schmitt vorgeschlagen, der schließlich mit 13 Gegenstimmen gewählt wurde. Ebenfalls neu gewählt wurde die Frauenvertreterin. Dieses Amt bekleidete bisher Silvia Demper (Elmshausen). Zu ihrer Nachfolgerin wurde einstimmig Vanessa Theofel (Buchenau) gewählt. Dass überhaupt eine Neuwahl nötig wurde, obwohl der Gemeindebrandinspektor erst 2014 für die Dauer von fünf Jahren gewählt wurde, liegt daran, dass Amtsinhaber Benjamin Gromes sein Amt aus persönlichen Gründen zur Verfügung stellte. Schon in den vergangenen Monaten hatte sein Stellvertreter weitgehend die Geschäfte übernommen. In der Jahreshauptversammlung zog Marco Werner aber nicht nur Bilanz unter das zurückliegende Einsatzjahr, in dem die Dautphetaler Wehren 42 mal ausrücken mussten und dabei über 11600 Stunden Dienst leisteten. Er schlug auch kritische Töne in Richtung Kommunalpolitik an und verwies darauf, dass mehrfach Aussagen über die Zusammenlegung einzelner Ortsteilwehren gefallen seien. Das habe in letzter Zeit für nicht unerhebliche Unruhe unter den Kameraden gesorgt, betonte er und führte weiter aus, dass die Bereitschaft zum ehrenamtlichen Engagement in der Feuerwehr auf Dauer nur funktioniere, wenn alle Beteiligten eng zusammenstünden. „Alle Beteiligten bedeutet, dass auch die Politik ihren Beitrag leisten muss“, betonte Werner. Eine Zusammenlegung von Einsatzabteilungen spare kein Geld, wie sich das manch einer vielleicht ausrechnen mag, sondern berge die Gefahr personeller Probleme, weil es zu Demotivation unter den Feuerwehrleuten kommen könne. Außerdem müsse man sich im klaren darüber sein, dass solche zusammengelegte wehren ein wesentlich höheres Einsatzaufkommen hätten und die Feuerwehrleute dementsprechend auch deutlich häufiger ihren Arbeitsplatz verlassen müssten. Er glaube kaum, dass das bei den Arbeitgebern auf großes Verständnis stoßen würde, sagte Werner. In dasselbe Horn stieß auch Ehrengemeindebrandinspektor Lothar Becker. Er betonte, den Eindruck zu haben, dass die Feuerwehren in der Gemeinde nicht den Stellenwert genössen, den sie eigentlich verdient hätten. Die Vorwürfe der beiden Kameraden wies Bürgermeister Bernd Schmidt (FW) jedoch vehement zurück. Natürlich könnten nicht alle Wünsche der Feuerwehren umgehend erfüllt werden – dafür setzten die finanziellen Mittel zu enge Grenzen. Dennoch stimmten alle gemeindliche Gremien hinter der Arbeit der Feuerwehr und unterstützten diese. Bezüglich möglicher Zusammenlegungen von Einsatzabteilungen sagte Schmidt, dass dies niemals gegen den Willen der betroffenen Kameraden geschehen würde. So sei es auch im Falle Dautphes und Wolfgrubens gewesen. Dort kam die Anregung, beide Einsatzabteilungen zusammenzulegen, weil Wolfgruben nicht mehr über ausreichend aktive Feuerwehrleute verfügte, aus den Reihen der beiden Feuerwehren, betonte Schmidt. Neben den Wahlen und Berichten der verschiedenen Fachgebietsleiter standen eine ganze Reihe Ehrungen und Beförderungen auf der Tagesordnung. Die höchste Auszeichnung des Abends wurde dabei Wilfried Hanßmann und Siegfried Immel zuteil, die mit dem goldenen Brandschutzehrenzeichen am Bande geehrt wurden. Das silberne Brandschutzehrenzeichen erhielten Thorsten Bach, Daniel Ceh, Heiko Dersch, Stefan Landschneider, Andreas Müller, Tobias Nitsch, Fabian Reis, Jens Reuter, Timo-Werner Reuter, Torsten Wege und Jörg Werner.


Diese Kameraden wurden mit dem silbernen und goldenen Brandschutzehrenzeichen am Bande geehrt.



Beförderungen

Zum Feuerwehrmann wurden Leon Bamberger, Daniel Burk, Marcel Debus, Moritz Dersch, Lukas Döring, Heiko Grothe, Tim Herrmann, Danilo Kaltwasser, Matthias Mann, David Muth, Peter Jonathan Pracht, Sebastian Schmidt, Johannes Schmidt, Max David Schmidt, Nick Steinbach, Lukas Striewski, Patrick Wegner und Damian Werner ernannt. Zu Oberfeuerwehrmännern wurden Philipp Achenbach, Jan Christopher Buchhorn, Daniel Fett, Maximillian Fischer, Florian George, Jan Erik Haffner, Eike Kunze, Alexander Saffrich, Fabian Schmidt und Tim Vollmerhausen befördert. Marc Debus, Maximilian Hajmasi, Stefan Koch und Ingo Schäfer wurden zu Hauptfeuerwehrmännern ernannt. Die höchsten Beförderungen wurden Jan-Lukas Schmidt und Marco Werner zuteil. Schmidt wurde zum Löschmeister und Werner zum Brandmeister ernannt.


Eine ganze Reihe Feuerwehrleute wurden in der Jahreshauptversammlung befördert. Der neue Gemeindebrandinspektor Marco Werner (rechts) sogar zum Brandmeister.



Anerkennungsprämien

Die Anerkennungsprämie des Landes Hessen für zehnjährige Dienstzeit erhielten Andreas Debus, Florian Grams, Elisa Immel, Christian Jacobi, Sascha Kamm, Thomas Pracht, Maximilian Prinz, Andreas Reuter, Christian Schmidt, Jens Schmitt und Marcel Siegel. Für 20 Jahre Dienstzeit wurden Nazim Karaca, Mario Klingelhöfer, Stefan Landschneider, Stefan Weber, Tobias Weber und Andreas Werner mit der Anerkennungsprämie ausgezeichnet. Die Prämie für 30 Jahre aktiven Dienst erhielten Wolfgang Burk, Hans Günter Einloft, Andreas Malecha, Bernd Simon, Frank Wagner, Frank Wege und Alexander Wolf. Und für 40 Jahre aktive Dienstzeit wurde Wilfried Hanßmann geehrt. 


Sie bekamen die Anerkennungsprämien des Landes für 10, 20, 30 und 40 Jahre aktiven Dienst ausgehändigt.


Hier geht's zur Niederschrift der gemeinsamen Jahreshauptversammlung 2016 --> Niederschrift


Dautphetal - Elmshausen, 21.10.2016

Gemeinsame Großübung der Feuerwehren Allendorf, Buchenau und Elmshausen


Einmal im Jahr treffen sich die Feuerwehren aus Allendorf, Buchenau und Elmshausen zu einer gemeinsamen Übung. Durch diese Übungen soll die Zusammenarbeit der Wehren verbessert werden, da sie auch im Ernstfall gemeinsam alarmiert werden.

So fand die diesjährige Übung am vergangenen Freitag, den 21.10.2016, in Elmshausen statt. Übungsobjekt war ein Bauernhof in der Ortsmitte. Geübt wurde ein Scheunenbrand mit einer darin befindlichen vermissten Person.

Als ersteintreffende Einheit übernahm die Feuerwehr Elmshausen die Menschenrettung. So rüsteten sich zunächst zwei Trupps mit Atemschutz aus, um nach der vermissten Person suchen zu können. Auf dem Hof wurde zeitgleich die Beleuchtungseinheit aufgebaut, um die Einsatzstelle entsprechend auszuleuchten. Der Einsatzleitwagen aus Elmshausen nahm ebenfalls seine Arbeit auf und diente als Meldekopf und Ansprechpartner.

Da von einem größeren Brand der Scheune ausgegangen wurde, war neben der Menschenrettung das wichtigste Ziel, die Ausbreitung des Feuers zu verhindern. Hierzu wurden zwei Abschnitte gebildet. Den vorderen Abschnitt und somit den Schutz des Wohnhauses übernahm die Feuerwehr aus Allendorf. Hier wurde das Wasser aus einem nahen Hydranten entnommen und zwei C-Rohre zur Brandbekämpfung eingesetzt.

Den hinteren Teil des Hauses übernahm die Feuerwehr aus Buchenau. Desweiteren bestand die Aufgabe darin, eine Wasserversorgung aus der Lahn herzustellen. So sollte getestet werden wie viel Wasser pro Minute im Ernstfall zur Verfügung steht.  Insgesamt wurden 700 Meter Schlauch verlegt. Eine ausreichende Wasserversorgung konnte somit sichergestellt werden.

Die Übung war nach etwa 1,5 Stunden beendet und wurde anschließend im Feuerwehrhaus besprochen. Alle Übungsteilnehmer waren sich einig – die Übung war wieder einmal sehr gelungen und  hat einige neue Erkenntnisse für zukünftige Einsätze gebracht.


    

Weitere Bilder auf: www.feuerwehr-elmshausen.de



Dautphetal-Holzhausen, 17.08.2016 (Text und Bild von Sascha Valentin)

Die Freiwillige Feuerwehr Holzhausen hat mit der Anschaffung ihres neuen Gerätewagens Logistik (GW-L2) ein Musterbeispiel für Selbsthilfe und Effizienz abgeliefert.


Dank Ideenreichtums und handwerklichen Geschicks haben sie die Kosten für ein Neufahrzeug von rund 180 000 Euro auf gerade einmal ein Drittel dieser Summe gesenkt.

Nach über einem halben Jahr, an dem sie an dem neuen Einsatzfahrzeug geschraubt haben, wurde es nun offiziell in Dienst gestellt. Dass ein neues Fahrzeug nötig wurde, war klar, stellte Wehrführer Jens Reuter noch einmal fest. Denn die Mängel am alten LF16, das Anfang der 80er Jahre in Dienst gestellt wurde, seien zuletzt immer größer geworden. Und welche Feuerwehr kann sich schon ein Fahrzeug leisten, das während eines Einsatzes den Geist aufgibt?

Feuerwehrleute haben die benötigten Rollcontainer nicht gekauft, sondern selbst gebaut

Allerdings waren die Wünsche an das neu anzuschaffende Fahrzeug groß, berichtete er weiter. Es sollte mit einer Kabine ausgerüstet sein, sodass darauf ein ganzer Trupp Platz findet und schnell eingreifen kann. Gleichzeitig sollte das Fahrzeug über Allradantrieb verfügen, um auch in unwegsamem Gelände agieren zu können. Und auch eine hohe Ladefläche stand auf der Wunschliste. Denn nur so könne der Satz mit Hochwasserkomponenten des Landkreises, der in Holzhausen untergebracht ist, transportiert werden.

Nach längerer Suche haben die Wehrleute dann im Herbst vergangenen Jahres im Internet endlich ein Fahrzeug ausfindig gemacht, das ihren Ansprüchen genügte: Ein ehemaliges Bundeswehr-Fahrzeug, das sich in sehr gutem Zustand befunden habe, wie Reuter berichtete. Mit der Gemeinde wurde man sich schnell über den Kauf einig und so konnte ausgerechnet am 24. Dezember den Kameraden die frohe Botschaft übermittelt werden, dass die Feuerwehr Holzhausen ein neues Fahrzeug bekommt.

Bis dieses jedoch einsatzbereit war, sollten noch einige arbeitsreiche Monate vergehen. Denn den Aufbau des Fahrzeugs haben die Holzhäuser größtenteils in Eigenleistung erledigt. Treibende Kraft war dabei Tobias Nitsch, ohne den der Gerätewagen heute nicht so aussähe und so funktional wäre, wie er es ist.

Ein Beispiel für Nitschs Ideenreichtum ist der Lift, mit dem die schwere Pumpe von dem Fahrzeug gehoben wird. Allein dieser hätte eigentlich gute 10 000 Euro kosten sollen, sagte Jens Reuter. Tobias Nitsch habe jedoch die Idee gehabt, dafür einfach den Lift für ein behindertengerechtes Fahrzeug zu nutzen. Ein Einfall, der der Wehr ordentlich Geld gespart hat.

Ein weiteres Beispiel für die Eigenleistungen sind die Rollcontainer, die jeweils für bestimmte Einsatzlagen bestückt sind und von denen bis zu neun auf dem Fahrzeug untergebracht werden können. Diese Rollcontainer haben die Feuerwehrleute nicht gekauft, sondern selbst nach ihren eigenen Vorstellungen zusammengebaut.

In diesem Fahrzeug steckten einige Ideen, auf die selbst er gar nicht gekommen wäre, musste auch Kreisbrandinspektor Lars Schäfer anerkennen. Damit sei es nicht nur ein einzigartiges Fahrzeug, sondern auch das Einzige im gesamten Landkreis, das in der Lage sei, das Sondereinsatzkontingent Hochwasserschutz zu transportieren. Und dabei handele es sich immerhin um Material und Ausrüstung im Wert von 32 000 Euro, die nun in Holzhausen untergebracht sind.

Auch die Gemeinde profitiere, wie Bürgermeister Bernd Schmidt (FW) feststellte. Denn diese Ausrüstung kommt im Ernstfall, sprich, bei Hochwassereinsätzen, natürlich auch den Menschen hier zugute. Ohnehin zeigte sich Schmidt stolz auf die Leistungen der Holzhäuser Wehr, die nicht nur ein schönes, sondern vor allem zweckmäßiges Fahrzeug geschaffen habe – und das für 60 000 Euro.

Damit sei ein Schritt in Richtung Umsetzung des Bedarfs- und Entwicklungsplanes der Feuerwehren gemacht worden. Und die Anschaffung dieses Fahrzeuges sei ein Beispiel für unbürokratisches Handeln. Weil bei dem Kauf nämlich Eile geboten war, hatte er sich kurzfristig von den Fraktionen im Gemeindeparlament das „Okay“ für die Ausgabe eingeholt, ohne dass die entsprechenden Mittel dafür im Haushalt bereitstanden.

Im Sinne des Brandschutzes für die Bürger hätten diesem Vorhaben aber sofort alle zugestimmt, sodass schnell gehandelt und das Fahrzeug für die Gemeinde gesichert werden konnte.






Dautphetal - Elmshausen, 25.07.2016 (Text und Bild von Sascha Valentin)

Ferienspiele - Kinder lernen facettenreiche Feuerwehrarbeit kennen / 40 Anmeldungen


"Wir hatten anfangs mal mit 15 gerechnet", sagte Ferienspielorganisatorin Martina Kroh. Die Feuerwehr selbst habe dann aufgrund der großen Nachfrage noch aufgestockt, so dass am Ende immerhin 25 Kinder in den Alltag der Brandschützer reinschnuppern konnten. 

Und die hatten sich auch richtig was einfallen lassen, um ihre jungen Besucher im Alter zwischen sechs und zehn Jahren zu unterhalten. Natürlich gehörte auch eine Fahrt im Einsatzfahrzeug der Feuerwehr dazu, so dass die Kinder erleben konnten, wie man sich als Feuerwehrmann und -frau fühlt.

Zudem konnten sie aber auch ihre Bastelfertigkeit demonstrieren und einen Feuerwehrhampelmann bauen. Aber auch das feuerwehrtechnische Wissen sollte sollte bei dem Besuch der Kinder nicht zu kurz kommen.

So zeigte Gemeindejugendfeuerwehrwartin Kim Schneider den Kindern, dass verschiedene Textilien unterschiedlich gut brennen. Papas Socken etwa schmoren in Nullkommanix dahin, während andere Stoffe über der Kerzenflamme nur leicht ankokeln. 

Anschließend bekamen die Kinder ein Gespür dafür, wie es sich anfühlt, sich in einem verrauchten Raum zu befinden. Dafür hatten die Kameraden ihren Übungsraum mit einer Nebelmaschine in dichte Rauchschwaden gehüllt. Weil sie dort nichts sehen, aber zwei vermisste Personen suchen sollten, die sich im Raum aufhielten, half Elmshausens Feuerwehrchef Marco Werner ihnen mit der Wärmebildkamera. Dank der wurden die Körper der beiden Mimen im Rauch schnell sichtbar. An der letzten Station durfte dann noch einmal gespielt werden. Hier galt es, mit einem Wasserstrahl einen Ball durch ein Labyrinth auf dem Boden in ein aufgestelltes Tor zu leiten, wozu die Kinder Geschick und Treffsicherheit benötigen.

        

      



Dautphetal-Dautphe, 21.04.2016

Dautphetals „Neue“ und „Alte“ Wehrführer sowie stellv. GBI ernannt

 

Am Donnerstag, dem 21. April 2016, hat Dautphetals Bürgermeister Bernd Schmidt die Wehrführer von zwei Ortsteilen sowie den stellvertretenden Gemeindebrandinspektor nun offiziell im Rathaus ernannt.

Bei der Feuerwehr Dautphe / Wolfgruben wurden Marcus Golle und Andreas Engel in ihren Ämtern bestätigt. In Holzhausen bleibt die Führung der Feuerwehr weiterhin in der Hand von Jens Reuter. Eine Änderung ergibt sich jedoch in seinem Stellvertreter. So wurde bei der Jahreshauptversammlung der FF Holzhausen Andreas Debus zum stellvertretenden Wehrführer gewählt.

Der bisher kommissarisch bestellte stellvertretende Gemeindebrandinspektor Marco Werner konnte nun nach erfolgreichem Abschluss verschiedener Feuerwehrlehrgänge offiziell zum Ehrenbeamten auf Zeit ernannt werden.

   

Bürgermeister Schmidt bedankte sich bei den Anwesenden vor allem für die Bereitschaft, einen Großteil ihrer Freizeit der Feuerwehr und damit dem Schutz der Bürgerinnen und Bürger zu widmen. „Dies sei nicht für jedermann selbstverständlich“. Weiterhin lobte er die gute Zusammenarbeit, die in der Vergangenheit immer stattgefunden hat und hofft darauf, dass es auch in Zukunft so weitergeht. 


von links nach rechts: Bürgermeister Bernd Schmidt, Marcus Golle, Andreas Debus, Andreas Engel, Jens Reuter, Marco Werner



Dautphetal-Dautphe, 24.03.2016

Gemeinde stattet alle elf Ortsteilwehren mit CO-Warngeräten aus

 

Die Gemeinde Dautphetal hat im Zuge der Jahresbeschaffung für alle elf Ortsteilwehren je ein Kohlenmonoxid-Warngerät angeschafft.


Die sogenannten „CO-Warner“ wurden bereits am 24. März 2016 durch Bürgermeister Bernd Schmidt und den stellvertretenden Gemeindebrandinspektor Marco Werner im Rathaus an die Wehrführer übergeben.


Beschafft wurde das Modell PAC 5500 CC von der Fa. Dräger. Nun sind die Feuerwehren bestens gerüstet, um bei Einsätzen in geschlossenen Räumen sofort zu erkennen, ob eine Konzentration des geruch- und farblosen Kohlenmonoxids (CO-Gas) in der Atemluft vorliegt, wodurch die Einsatzkräfte akut gefährdet wären. Bei zu hoher Konzentration gibt das Gerät einen Signalton ab.

     

Die Gefahr einer Kohlenmonoxidvergiftung ist in den meisten Haushalten allgegenwärtig. So können ein undichter Kamin, eine defekte Heizungsanlage, das Pelletlager oder auch der Indoor-Holzkohlegrill zur tödlichen Gefahr werden. Bei einer zu hohen, unbemerkten Kohlenmonoxidkonzentration in der Luft können sehr schnell Vergiftungsanzeichen wie Kopfschmerzen, Schwindel, Übelkeit, Kurzatmigkeit oder auch allgemeines Unwohlsein auftreten. Im schlimmsten Fall tritt die Bewusstlosigkeit ein, die in vielen Fällen zum Tod führt, da man nicht mehr aus ihr erwacht.

 

Bürgermeister Schmidt freut sich umso mehr, dass die Dautphetaler Einsatzkräfte nun vor dieser Gefahr geschützt werden.


von links nach rechts: Jens Reuter, Fabian Reis, Bürgermeister Bernd Schmidt, Jens Kamm, Dirk Immel, Marcus Golle, Heiko Dersch, Marco Werner, Timo Messerschmidt, stellv. GBI Marco Werner